7. Sonntagsgespräch am 13.11.11 um 17.00 Uhr im Helfta-Kolleg:
Dr. Frank Überall: „Abgeschmiert“
Korruption und Klüngel in der Kritik– wie Deutschland durch die Korruption heruntergewirtschaftet wird
Der Kölner Politikwissenschaftler, Lehrbeauftragte und freie Journalist, Dr. Frank Überall, der über den „Klüngel in der politischen Kultur Kölns“ promovierte, stellte den rund 90 gebannt zuhörenden Besuchern sein neues, gerade Anfang November erschienenes Buch „Abgeschmiert“ vor. Der souveräne, immer wieder zum Schmunzeln verleitende Vortrag brachte eindringlich die ernst zu nehmende Problematik (sowie deren schwierige Abgrenzung) anhand von anschaulichen Beispielen geschickt zu Tage bzw. in das Bewusstsein der Zuhörer. Angefangen vom harmlosen kölschen Klüngel in Form von Nachbarschaftshilfe über die verschiedenen Netzwerke in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen bis hin zum Kölner Müll- und Spendenskandal um den ehemaligen SPD Politiker Norbert Rüther, dem eine eigenes Kapitel im Buch gewidmet ist. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass wir alle (als Konsumenten) letztlich über erhöhte Preise für die Schmieregeldzahlungen „aufkommen“ müssen (angefangen vom Kaffee bis hin zum Billy-Regal).
(Weitere Informationen unter: www.politikinstitut.de sowie www.abgeschmiert.de)
In der anschließenden Signierstunde und dem Büchermarkt mit hochwertigen, gebrauchten Büchern der Clubschwestern nutzten viele Besucher nicht nur die Möglichkeit ein signiertes Exemplar von „Abgeschmiert“ zu erhalten, sondern diskutierten auch noch eingehend mit dem Referenten weitere Aspekte dieses so aktuellen wie brisanten Themas.
6. Sonntagsgespräch am 20.03.2011 um 17:00 Uhr:
Frau Dr. Cornelia E. Nauen (Referentin in der EU-Kommission):
„Wissenschaft und Kunst im Dienst von Nachhaltigkeit“
Frau Dr. Cornelia Nauen (Principal Policy Officer) ist beschäftigt bei der Europäischen Kommission in Brüssel im Bereich internationaler Wissenschaftspolitik und –praxis und ist darüber hinaus Präsidentin der Nichtregierungsorganisation „Mundus maris – Wissenschaft und Künste im Dienste von Nachhaltigkeit.“
Kurzbeschreibung der Veranstaltung:
Das Ziel von „Mundus maris“ ist es relevante, wissenschaftliche und ortsbezogene Erkenntnisse über die Meere bereitzustellen und zu künstlerischen Auseinandersetzungen anzuregen mit dem Ziel, ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung zu unterstützen. Weiterhin müssen Verständnis und Achtung für aquatische Ökosysteme mit ihrer biologischen und kulturellen Vielfalt aufgebaut werden.
Das Wissen über Umweltdefizite und deren Folgen soll nicht nur für Eliten und Experten, sondern für die breite Bevölkerung verständlich und verstehbar sein. Künstler können sich nach der Erfahrung von Frau Dr. Nauen wesentlich besser auf die Palette menschlicher Bedürfnisse einstellen und mit ihrer Kunst das Wissen sehr gut vermitteln. Mitglieder der Organisation gehen deshalb in Schulen und Jugendtreffs. Dort thematisieren sie u.a. das Thema über die Zerstörung der Meeresressourcen und versuchen, die Jugendlichen zu motivieren selbst nachzufragen und begleiten dies durch professionelle Erfahrungen, verbunden mit Aktionen.