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8. Sonntagsgespräch fand am 18.11.12 um 17.00 Uhr im Helfta-Kolleg:
Günter Wallraff: "Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen aus einem reichen, armen Land"
Lesung aus seinem neuen Buch und Gespräch mit Reinhold Joppich.
"Wer den Namen Günter Wallraff hört, verbindet mit dem des Undercover-Rechercheur sofort Begriffe wie Ausbeutung, Erpressung, Rassismus und Unterdrückung.
Millionen Lesende haben sich von seinen Büchern im Kampf gegen Missstände bewegen lassen. Und so wenden sich auch immer wieder unzählige Menschen sorgenvoll an ihn und bitten darum, weiteres Unrecht aufzuklären.
Jede seiner Reportagen erweckte bisher großes Aufsehen. Das gilt auch für die Hintergrund- Geschichten in seinem letzten Buch „ Aus der schönen neuen Welt – Expeditionen ins Landesinnere“. Es verwunderte also kaum, dass das 8. Sonntagsgespräch des Clubs Köln-Römerturm mit dem Enthüllungsjournalisten schon im Vorfeld großes Interesse auslöste. Alle Eintrittskarten für die Benefiz-Veranstaltung am 18. November 2012 gingen im Vorverkauf weg.
Als Günter Wallraff vor 40 Jahren mit seiner Arbeit begann, ahnte er nicht, welchen dramatischen Situationen er im Zeitverlauf ausgesetzt sein würde. Unfassbar all die Rollen, die er inkognito mit Bart und Perücke noch vor sich hatte. Nicht zuletzt bedeuteten sie ihm auch eine Art Selbstfindung. „Ich bin mein eigener Maskenbildner“, schrieb er einst in sein Tagebuch.
Im Gespräch mit seinem Erfolgsautor führte Reinhold Joppich, der Vertriebsleiter des Kiepenheuer & Witsch Verlags, sachkundig anhand einzelner Bestseller durch wichtige Lebens-Stationen des Einzelkämpfers. Mit seinen höchst authentischen Erlebnissen erzielte Wallraff stets Veränderungen in der öffentlichen Wahrnehmung. Sei es nun in der Rolle des türkischen Arbeiters Ali im Stahlwerk oder in als Bildreporter Hans Esser. Die Auseinandersetzung mit der BILD-Zeitung beschäftigte ihn über Jahrzehnte hinweg....
Dass er sozialen Missständen auch weiterhin unbeirrt nachgehen und gegen die Verletzung der Menschenrechte ankämpfen wird, daran hatte an diesem Abend niemand einen Zweifel. Abschließend bildete sich am Büchertisch eine lange Warteschlange mit dem Ziel, das Kölner Helfta-Seminar nicht ohne ein handsigniertes Buch zu verlassen".
Marlies Hesse, Club Köln-Römerturm
7. Sonntagsgespräch am 13.11.11 um 17.00 Uhr im Helfta-Kolleg:
Dr. Frank Überall: „Abgeschmiert“
Korruption und Klüngel in der Kritik– wie Deutschland durch die Korruption heruntergewirtschaftet wird
Der Kölner Politikwissenschaftler, Lehrbeauftragte und freie Journalist, Dr. Frank Überall, der über den „Klüngel in der politischen Kultur Kölns“ promovierte, stellte den rund 90 gebannt zuhörenden Besuchern sein neues, gerade Anfang November erschienenes Buch „Abgeschmiert“ vor. Der souveräne, immer wieder zum Schmunzeln verleitende Vortrag brachte eindringlich die ernst zu nehmende Problematik (sowie deren schwierige Abgrenzung) anhand von anschaulichen Beispielen geschickt zu Tage bzw. in das Bewusstsein der Zuhörer. Angefangen vom harmlosen kölschen Klüngel in Form von Nachbarschaftshilfe über die verschiedenen Netzwerke in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen bis hin zum Kölner Müll- und Spendenskandal um den ehemaligen SPD Politiker Norbert Rüther, dem eine eigenes Kapitel im Buch gewidmet ist. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass wir alle (als Konsumenten) letztlich über erhöhte Preise für die Schmieregeldzahlungen „aufkommen“ müssen (angefangen vom Kaffee bis hin zum Billy-Regal).
(Weitere Informationen unter: www.politikinstitut.de sowie www.abgeschmiert.de)
In der anschließenden Signierstunde und dem Büchermarkt mit hochwertigen, gebrauchten Büchern der Clubschwestern nutzten viele Besucher nicht nur die Möglichkeit ein signiertes Exemplar von „Abgeschmiert“ zu erhalten, sondern diskutierten auch noch eingehend mit dem Referenten weitere Aspekte dieses so aktuellen wie brisanten Themas.
6. Sonntagsgespräch am 20.03.2011 um 17:00 Uhr:
Frau Dr. Cornelia E. Nauen (Referentin in der EU-Kommission):
„Wissenschaft und Kunst im Dienst von Nachhaltigkeit“
Frau Dr. Cornelia Nauen (Principal Policy Officer) ist beschäftigt bei der Europäischen Kommission in Brüssel im Bereich internationaler Wissenschaftspolitik und –praxis und ist darüber hinaus Präsidentin der Nichtregierungsorganisation „Mundus maris – Wissenschaft und Künste im Dienste von Nachhaltigkeit.“
Kurzbeschreibung der Veranstaltung:
Das Ziel von „Mundus maris“ ist es relevante, wissenschaftliche und ortsbezogene Erkenntnisse über die Meere bereitzustellen und zu künstlerischen Auseinandersetzungen anzuregen mit dem Ziel, ihren Schutz und ihre nachhaltige Nutzung zu unterstützen. Weiterhin müssen Verständnis und Achtung für aquatische Ökosysteme mit ihrer biologischen und kulturellen Vielfalt aufgebaut werden.
Das Wissen über Umweltdefizite und deren Folgen soll nicht nur für Eliten und Experten, sondern für die breite Bevölkerung verständlich und verstehbar sein. Künstler können sich nach der Erfahrung von Frau Dr. Nauen wesentlich besser auf die Palette menschlicher Bedürfnisse einstellen und mit ihrer Kunst das Wissen sehr gut vermitteln. Mitglieder der Organisation gehen deshalb in Schulen und Jugendtreffs. Dort thematisieren sie u.a. das Thema über die Zerstörung der Meeresressourcen und versuchen, die Jugendlichen zu motivieren selbst nachzufragen und begleiten dies durch professionelle Erfahrungen, verbunden mit Aktionen.
Günter Lamprecht liest aus seinem Buch: "Ein höllisches Ding, das Leben"
mit anschließender Signierstunde sowie Büchermarkt.
"Einer besonderen Werbung für das „ 5. Sonntagsgespräch“ des Clubs Köln-Römerturm bedurfte es nicht. Als bekannt wurde, dass der große deutsche Schauspieler Günter Lamprecht (80) für den 7. November eine Lesung aus seiner Autobiografie zu Gunsten der Unterstützung der Club-Projekte zugesagt hatte, war die Veranstaltung im Helfta-Kolleg im Nu ausverkauft. Erst kürzlich hatte ihn die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland mit dem Großen Kulturpreis für sein Lebenswerk geehrt. Allein schon vor diesem Hintergrund wollten viele Clubschwestern und zahlreiche Gäste den unvergessenen Darsteller des Franz Biberkopf in „Berlin Alexanderplatz“ oder auch in der Rolle des Tatort-Kommissars Frank Markowitz einmal persönlich kennen lernen und mehr über sein wechselvolles Leben erfahren.
"Italienische Liebesgeschichten von Calvino bis Franca Magnani, von Cavezzano bis Moravia, gelesen von Reinhold Joppich am 29.11.09 (mit Büchermarkt)
Was gibt es Schöneres als Liebesgeschichten, besonders italienische Geschichten voller Leidenschaft und Melancholie zu hören? Nach der kurzweiligen Lesung von Reinhold Joppich, die so wunderbar zum bevorstehenden "Fest der Liebe" passte, konnten auf unserem Büchermarkt gut erhaltene sowie gebrauchte Bücher und auch Neuerscheinungen gekauft werden
"Bücher, Bücher, Bücher" mit dem Literaturkritiker Denis Scheck am 01.02.09
Zum Auftakt seiner Sonntagsgespräche im Jahr 2009 hatte der Club Köln-Römerturm den Literaturkritiker Denis Scheck eingeladen, bekannt durch seine Hörfunktätigkeit beim Deutschlandfunk und als Moderator der ARD-Sendung "Druckfrisch". Temperamentvoll und pointiert sichtete er die Neuerscheinungen des Jahres 2008 aus der Bestsellerliste. Dabei verriet er, was sich zu lesen lohnt und was nicht. Dass die meist verkauften Bücher in Deutschland nicht unbedingt ihr Geld wert sind, weil sie in ihrer Banalität einfach überflüssig sind, veranschaulichte er an prägnanten Beispielen. Neben verschiedenen lesenswerten Büchern stellte er vor allem die neuen Werke von Günther Grass, Siegfried Lenz und Martin Walser als literarisch beachtenswert heraus. Mit der ihm eigenen Art der Interpretation von Literatur zog er die Zuhörenden schnell in seinen Bann.
(Marlies Hesse; Köln-Römerturm)
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